Überblick über die Flächen

Die Fermentationswerkstatt – ein Bautagebuch

Nach über einem Jahr Planungsarbeiten, Ärger mit explodierenden Baupreisen, fragwürdigen Beratern und Geduldsproben mit einem Mitarbeiter der örtlichen Baubehörde wird sie nun Realität: meine Fermentationswerkstatt.

Zum Glück gibt es aber auch viele Helfer und Helferinnen in den Behörden und außerhalb sowie echte Ratgeber und Ratgeberinnen. Und so ist die Freude größer als der eben erwähnte Ärger.

Auch ohne die ehrlichen Handwerker und Handwerkerinnen und nicht zuletzt die wunderbare Containerbaufirma BiCoBa wäre ich gar nicht erst bis zum Spatenstich gekommen. Nun geht es also vorwärts und ich will hier über die Baufortschritte berichten.

An dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankeschön an das BEL und das Land MV – sie unterstützen mein Projekt mit Fördermitteln aus dem Land(auf)Schwung-Programm! Ganz besonders sei auch all meinen Förderern und Förderinnen aus dem Crowdfunding im Frühjahr 2016 sei gedankt!

Ihr seid alle toll!

24.07. bis 21.08.2017

Letztlich geht alles gut aus.

Die Fördermittelverwalter hatten ein Einsehen nachdem auch ich ein wenig nachgearbeitet habe. Über hundert Seiten Änderungsantrag sind zusammen gekommen. Und die haben wir mit Sicherheit 6 mal überarbeitet…

Während also in Dorow das Fundament aushärtet, die Behörden über meinen Änderungsantrag entscheiden und meine Gärtnerei auf Hochtouren läuft, wurden im anhaltinischen Bismark meine Container gefertigt. Dachte ich. Und weil ich diese Container gern mal im Rohbau anschauen wollte, meldete ich mich für Donnerstag den 03.08. zum Besuch an. Zusammen mit Sohn Johannes fuhren wir also die dreieinhalb Stunden in die (wunderschöne) Altmark und sahen in den Hallen tatsächlich, was wir wollten: 6 der 16 Container befanden sich in einer ersten Bauphase.

Als der Kundenbetreuer fragte, ob ich darauf eingestellt sei, dass sie am Montag kommen und die Container aufbauen würden, war ich dann aber doch überrascht. 10 Container waren noch nicht mal begonnen und zwei Werktage später sollte der Aufbau beginnen? Man sei eben schnell wurde mir geantwortet.

Und man war schnell. Montagmittag kamen die ersten 6 Container, die ich besichtigt hatte. Die nächsten 4 wurden in der Zwischenzeit montiert. Sie kamen am Dienstag und die restlichen sechs kamen am Mittwoch.

Nun kam es darauf an, dass die Fundamente passten und die Anschlüsse für Wasser / Abwasser / Strom richtig gesetzt waren. Sowas ist schon aufregend, wenn man es nicht jeden Tag macht. Da bekommt man aus der Ferne ein Papier. Da stehen ein paar Striche und Maße drauf und danach baut man dann eben das Fundament. Irgendwann kommen die Container und dann muss es passen. Jedenfalls: es passte!

Die Container waren rasch verladen und zusammenmontiert. Mit den Containern kamen dann die Handwerker der BiCoBa. Und durch die erfolgte der Ausbau. Da aber schon 80% vormontiert war, ist das mittlerweile auch schon erledigt. Die Wasserleitungen sind gelegt, die Kabeltrassen montiert, der Fußboden ist verklebt und die Innenwände wasserdicht verkleidet.
Alles entspricht den neuesten Wärmeschutzverordnungen, so dass auch bei voller Sonne die Räume innen angenehm kühl bleiben (!). Geheizt wird übrigens mit einer Wärmepumpe. Und die Räume verfügen über Oberlichter, so dass es sich überwiegend bei Tageslicht arbeiten lässt – nahezu schattenfrei!

All dies aus einer Hand zu bekommen, das ist eine sehr schöne Sache – die Gewerke nicht einzeln zu besorgen und organisieren zu müssen, hat viel Ruhe rein gebracht.
Selbst nachträgliche Wünsche sind berücksichtigt worden. Es fehlte im Verarbeitungsraum ein Bodenauslauf – irgendwas war in der Kommunikation schief gelaufen. Kein größeres Problem: er wurde fix eingebaut.

Wer also vor hat, jemals so ein sehr flexibles und preiswertes Baukonzept umzusetzen, dem sei diese wirklich kundenfreundliche und kompetente Firma sehr empfohlen: Bismarker Containerbau GmbH.

Im Moment werden nur noch die Fassaden montiert. Auch ein Sonderwunsch von mir: Lärchenholz kommt vor die Blechfassade der Container. Das sieht gut aus und durch die Hinterlüftung und den Schattenwurf wird die Erhitzung der Container massiv eingeschränkt. Ein weiterer Schutz – zusätzlich zur Wärmedämmung. Schließlich will man ja nicht ständig schweißgebadet arbeiten – schon gar nicht in der Lebensmittelverarbeitung.

Kommende Woche kann ich also mit dem Einzug beginnen und wenn der letzte halbe Meter Wasserleitung montiert und der Stromzähler angeschlossen ist, dann habe ich eine wunderschöne neue Hülle für das, was ich eigentlich machen möchte: Gemüse fermentieren  und mein Grünzeug für meine Gastronomiekunden noch besser aufbereiten.

Ein Traum, der im Sommer 2015 begann ist wahr geworden. Die Arbeitsbedingungen sind nun ganz hervorragend und ich werde in der Lage sein, mein eigenes Gemüse und die Überschüsse der benachbarten Biogärtnereien aufzuwerten.

In der Konsequenz wird das auch heißen, das mindestens zwei meiner SaisonarbeiterInnen einen festen Job bekommen.

03.07. bis 23.07.2017

Ohje, lange nichts geschrieben. Das hatte seinen Grund: ich hatte Ärger und deswegen keine Zeit. Doch der Reihe nach.

Baufortschritt

Das Fundament ist fertig und nun härtet es aus.

Der Anfang einer vollbiologischen Pflanzenkläranlage ist gemacht: am 19.07. kam die wunderbare Firma Subterra aus Duckwitz, was hier gleich um die Ecke ist und setzte eine große Drei-Kammergrube. Hier wird erstmal alles Abwasser drin gesammelt. Da derzeit niemand sagen kann, wie mein Abwasser beschaffen ist und in welchen Mengen es anfallen wird, habe ich erst mal auf den Bau der eigentlichen Pflanzenkläranlage verzichtet. In ein paar Monaten wissen wir dann ungefähr über Beschaffenheit und Menge bescheid. Dann können wir das Pflanzenbeet richtig dimensionieren.

Was eine Pflanzenkläranlage ist? Im Prinzip eine flache Grube – so 80 cm tief, die mit Teichfolie ausgekleidet und mit einem durchlässigen Bodenkörper befüllt wird. Dieser Bodenkörper wird mit Schilf bepflanzt und vom Abwasser durchströmt. Auf den Bodenteilchen und an den Pflanzenwurzeln siedeln sich Zilliarden Bakterien an, die das Abwasser reinigen. Was vorne graubraun und trüb reinfließt, kommt hinten klar und frisch wieder raus. Damit kann man dann prima gießen oder es einfach im Boden versickern lassen – gut für das Grundwasser ist das. So funktioniert Natur – ganz ohne Elektrik oder anderes Technikzeug. Mein privates Wohnhaus wird schon seit 1997 so von Schmutzwasser entsorgt. Völlig Problemlos aber regelmäßig gewartet und überprüft. Die Abwasserwerte sind wie zu Beginn gleichbleibend gut!

Außerdem sind nun die Gräben für die Versorgungsleitungen (Wasser, Strom) gezogen und warten darauf, mit eben diesen gefüllt zu werden.

In Bismark nahe Magdeburg werkeln derzeit die Handwerker an meinen 15 Containern, die eigentlich in der KW32 kommen und aufgebaut werden sollten. Warum das Konjunktiv? Wegen des oben erwähnten Ärgers.

Sparsamkeit macht Ärger

Dieser Ärger ereilte mich aus heiterem Himmel und wirft ein Licht auf die Fördermittelrealität, das mich ziemlich naiv dastehen lässt. Alles hängt mit meiner Entscheidung zusammen, das Fundament in Eigenregie zu bauen. Dies kam auf Seiten der Fördermittelverwalterinnen nicht gut an. Bzw. eigentlich nur die Tatsache, dass ich mir nicht für jede Materiallieferung und für jede Maschinenmiete drei Angebote mit gleichlautender Ausschreibung eingeholt habe. Auch die anschließende Auftragsvergabe hätte ich ordentlich begründen müssen. Ich war der Meinung, dass die Tatsache, dass die Ausschreibung für das Fundament als ganzes ausgereicht hat.  Ich glaubte, dass mein Vorgehen mit einer mehr als 50%igen Einsparung ausreichend dokumentiert, dass ich meiner im Fördermittelbescheid auferlegten Sparsamkeitsverpflichtung ausreichend nachkomme.

Dies führte nun zu massivem Ärger, Frust und Zeitverlust. Es kann sogar zur Folge haben, dass es nun zu einer Verzögerung in der Auszahlung der Fördermittel kommt. Die Gefahr wird nicht kleiner durch die Tatsache, dass die verantwortliche Mitarbeiterin im Amt nun langfristig erkrankte. Der Landkreis muss aktiv werden! Denn die Container sind im Bau und die nächsten Rechnungen sind von einer Größenordnung, die ich nicht mehr einfach so aus den Reserven begleichen kann. Das wird sehr spannend die kommenden 4 Wochen.

Letztlich ist es mir aber am Freitag endlich gelungen, meine Handlungsweise so zu begründen und zu dokumentieren, dass sie nun auch von der Fördermittelstelle im Landkreis als regelkonform anerkannt wird.

Fördermittelogik

Im System der Fördermittellogik und aus dem Blickwinkel der Verwaltungsbeamten wäre letztlich besser gewesen, mit einer Firma zu arbeiten, die am Ende für ihre Leistungen ca. 40.000 Euro berechnet hätte. Das wäre der übliche Weg und regelkonform  gewesen. Den Ärger hatte ich wegen eines Fundaments, dass mich letztlich nicht mehr als 12.000 Euro gekostet hat. Dieser Schritt war unternehmerisch geprägt, er war kreativ und hat die Vorteile der regionalen Vernetzung genutzt (Bagger & Radlader konnte ich sehr preiswert vom Nachbarn mieten). Dies stellt aus Verwaltungssicht ein großes Problem dar.

Und eine letzte Bemerkung: die Forderung jeden Materialeinkauf von über 400 Euro mit einer Ausschreibung zu hinterlegen, wird alle beteiligten Firmen in den Wahnsinn treiben. Ich bin seit Jahren in der Region tätig, kenne meine Lieferanten und habe dort meine Preis- und Zahlungskonditionen über lange Jahre erkämpft. Diese Firmen sind meine Partner, weil sie beständig zuverlässig gute Arbeit leisten und kaufmännisch solide kalkulieren.

Mein Status als (unbescholtener) Unternehmer hält mich darüber hinaus naturgemäß an, sparsam zu agieren. All das verkennen solche Fördermittelregeln. Und weil es nicht nur mir so ergeht, reagieren viele angeschriebene Firmen heute nicht einmal mehr auf die Bitte zur Angebotserstellung, wenn es sich um solch relativ kleine Aufträge handelt. Sie wissen doch alle, wie der Hase rennt.

Doch zum Schluss noch etwas Schönes. Ein Bild vom fertiggestellten Fundament.

Das Fundament der Fermentationswerkstatt ist fertig

20.06. bis 02.07.2017

Letztlich sind es 250 Tonnen Füllboden geworden…

Eigentlich wollten wir am Donnerstag die Fundamente ausheben, die wir letztes Wochenende eingemessen hatten, um sie am Freitag mit Beton zu füllen. Aber angesichts der Wetterprognosen habe ich am Mittwoch die Reißleine gezogen und alle Aufträge storniert bzw. auf die kommende Woche verlegt. Was für eine gute Entscheidung! ;-), denn am Freitag hat es hier innerhalb kürzester Zeit 50 Liter Wasser abgeworfen. Die Fundamentgräben wären alle in sich zusammen gesackt….

Gleichzeitig hat sich aber gezeigt, dass die Wahl des Füllbodens eine gute war. Der aufgeschüttete und verfestigte Boden hielt dem Niederschlag einerseits gut stand und hat andererseits kaum Pfützen gebildet. So kam es auch kaum zu Erosionsrillen! Ein sehr gutes Zeichen! Bleibt zu hoffen, dass der Boden nicht zu mager gewählt ist. Falls das doch der Fall ist, werden die oberen Kanten der Fundamente einbrechen. Das hätte einen erhöhten Betonverbrauch zur Folge und blöd sähe es auch aus. All das wird sich nun am kommenden Donnerstag zeigen.

Statt Fundamente zu buddeln und wieder zu verfüllen habe ich mich am Freitag der dringend nötigen Änderungsantrag meines Fördermittelbescheids gewidmet. Und dem anstehenden Sachbericht, den die Fördermittelgeber halbjährig haben möchten. Der Änderungsantrag ist auf 99 Seiten angeschwollen! Wenn ich mir vorstelle, wie viele Förderanträge auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene bearbeitet werden und wenn ich mir gleichzeitig vorstelle, dass ich mit meinem relativ kleinen Zuschuss schon in 99 Seiten-Dimensionen für einen einfachen Änderungsantrag vorstoße, dann wird mir ganz anders. Welcher Aufwand summiert sich hier zusammen? Sowohl auf Seite der Fördermittelempfänger als auch auf  Seite der Fördermittelgeber und -verwalter. Ich wüsste zu gern mal das Verhältnis von ausgezahlten Fördergeldern zu den Mitteln, die für die Verwaltung anfallen

Und um ehrlich zu sein, manch eine Forderung kommt mir recht praxisfern vor. Aber irgendwie ist es auch ganz gut zu wissen, dass öffentliche Gelder (=Steuermittel) nicht einfach so nach Gutdünken rausgehauen werden. Was ich da nach der Wende an Projekten miterleben durfte, ich wette, da sind Milliarden sinnlos in aller Eile verschleudert worden…
Also reiße ich mich zusammen und beschreibe schön ausführlich kiloweise Papier – denn nur ausgedruckt und unterschrieben haben solche Dokumente Gültigkeit. Es ist ja nicht so, dass wir im digitalen Zeitalter leben würden.

10.06. bis 20.06.2017

In den letzten zehn Tagen wurden Massen bewegt. 200 Tonnen Füllsand mussten aufgebracht werden, um die Hanglage des Grundstückes auszugleichen. Eigentlich ein völlig unnötiger Wahnsinn. Denn die geplante Container-Anlage würde auch auf Punktfundamenten auf Ewigkeit gut ruhen. Die wären schnell und billig erstellt gewesen.

Aber unser Mitarbeiter in der Baugenehmigungsbehörde war anderer Meinung: Streifenfundamente müssten es sein. Unbedingt. Begründung: keine. Ein kurzer Vergleich zwischen den entstehenden Mehrkosten und der drohenden Bauverzögerung aufgrund eines Streites bei gleichzeitig drohendem Verlust der Fördermittel wegen Fristüberschreitung hat mich dann überzeugt: Streifenfundamente – it’s a must!

Anmerkung
Als Fördermittelempfänger wird man ja beständig aufgefordert, die Mittel kostensparend und sinnvoll zu verwenden. Das ist auch komplett angemessen. Und dass man nachweisen muss, dies getan zu haben, ist zwar mühselig aber nachvollziehbar, da ja mit Steuermitteln sparsam umgegangen werden soll. Dass aber einzelne Mitarbeiter des Beamtenapparates über willkürliche Entscheidungen genau diese Steuermittel straffrei verschwenden dürfen, das muss man als Steuerzahler scheinbar klaglos hinnehmen oder eben mit „Dienst nach Vorschrift“ rechnen.

Die 200t Füllsand jedenfalls sind nicht wirklich Sand gewesen. Sie sind Sand mit einem hohen Lehmanteil. Den haben wir eingebracht und lagenweise verdichtet. Auf die Art wird es uns hoffentlich gelingen, die Fundamentstreifen sehr exakt zu ziehen, ohne dass die Gräben ständig von der Seite abrieseln. Das wird uns letztlich erheblich Beton sparen, weil der Graben nach oben nun eben nicht immer breiter wird… Ich bin gespannt, ob uns das gelingt. Auf keinen Fall darf es regnen, wenn die Gräben offen sind. Hoffen wir das beste!

Die Entscheidung, die Baugründung in Eigenleistung zu erstellen, war bisher eine goldrichtige. Mit den richtigen Mitarbeitern flutscht es bisher und die Kosten werden sich deutlich unter dem halten, was die „billigste“ Baufirma angeboten hat. Und da sind meine Lohnkosten voll verrechnet…

Hier noch ein Video zum aktuellen Stand auf der Baustelle.

 

8. bis 10.6.2017

Die Zufahrt für die Baufahrzeuge wird gelegt, Fundamentsteine werden geliefert und die Ver- und Entsorgungsleitungen werden verlegt.

Die große Frage, die mir niemand beantworten kann: wie wird das Abwasser beschaffen sein und in welchen Mengen fällt es an? Ich will das Abwasser perspektivisch gern über eine Pflanzenkläranlage reinigen lassen. Aber ohne Antwort auf die Frage ist eine gescheite Dimensionierung nicht machbar. Darum werde ich erst nur eine abflusslose Sammelgrube setzen lassen – die aber gleich großzügig dimensioniert und als Dreikammergrube aufgebaut. Wenn später im Betrieb klar wird, wie das Abwasser beschaffen ist, wird hinter diese Grube der eigentliche Klärkörper gesetzt – dann bleibt alles Wasser auf dem Grundstück und die Klärung erfolgt wartungsfrei und ohne Stromkosten – wenigstens ein Vorteil der Hanglage…

Hier ein Video zur gegenwärtigen Situation:

1. und 2.6.2017 – Einmessen und Mutterboden abziehen

Der nächste Schreck: Die Baustelle hat über ein Meter Gefälle. Mehr, als erwartet. Das heißt VIEL Erdbewegung, VIEL Füllmaterial ranfahren lassen. Viel Geld in die Hand nehmen.
Wenn ich mir überlege, dass ich mitten auf dem platten Land lebe – warum muss ich dann am einzigen Steilhang bauen? Hätte ich doch lieber eine Sommerskianlage errichten sollen?

Wieder beruhigen mich die Bauleute. „Das wird schon.“, sagen sie und ich glaube ihnen.

Wegen des Baggerfahrers machte ich mir trotzdem Sorgen, bis ich sah, dass er tatsächlich kam und baggerte. Dann wusste ich, dass ER der beste Baggerfahrer des Trebeltals ist. ;-).

An einem Nachmittag war die Baustelle beräumt und die Muttererde sorgfältig zur Seite gelegt.

31.5.2017 – Der Baggerfahrer kneift

LeudeLeude, kaum ist man mal 2 Minuten von der Baustelle, kommen sich Vorarbeiter und Baggerfahrer in die Haare. Mir war völlig neu, dass Baggerfahrer so sensibel sind. Jedenfalls ließ mich nach nicht mal einem halben Tag der beste Baggerfahrer des Trebeltals im Stich.

Zum Lachen war mir erst wieder, als ich Detlev am Telefon hatte. Er sagte mir, er könne auch baggern und ich müsse mir keine Sorgen machen.

31.5.2017 – Spatenstich

Heute geht es an das Fundament – ich errichte es zusammen mit 3 ortsansässigen Handwerkern und deren Helfern. Alles vorwiegend nach Feierabend.

Den Bagger leiht mir mein Nachbar Christian. Er ist hier DER Landwirt und er ist immer zur Hilfe. „Nebenbei“ betreibt er auch eine beachtliche Rinderzucht auf den Salzwiesen der Stadt Bad Sülze.

Die angeschriebenen „echten“ Baufirmen hatten Preisvorstellungen zu denen mir nur das Wort „unverschämt“ einfällt. Sie nutzen die Situation am Baumarkt dreist aus.

Übrigens musste für den Bau nur ein Obstbaum weichen- er wird aber ersetzt durch eine 60 Meter lange und 6 Meter breite Hecke mit vielen Großbäumen und noch mehr Strauchwerk. Im Anschluss wird auf dem Gelände noch eine kleine Agro-Forst-Wirtschaft in Form eine Waldgartens entstehen. Gibt es etwas sinnvolleres als eine Obst-Hühner-Mischkultur? 😉 Dazu bei Gelegenheit mehr.

Doch hier erstmal ein kleines Video mit Baggerfahrer Peter: